奧地利考古學家表示,他們運用雷射造影,在首都維也納東邊的卡農頓(Carnuntum)遺址,發現了一座古羅馬時代格鬥士學校遺跡,保存狀態良好,占地廣闊,包括一處格鬥士訓練場,還有大型浴場。
這所格鬥士學校曾是一座古羅馬城市的一部分,該城市在一千七百年前繁榮一時,約有五萬人口,是古羅馬帝國的重要軍事暨貿易前哨站,為帝國通往其中歐和北歐交通要衝。
考古學家尚未對該遺跡進行開挖,但雷射造影技術顯示,這座格鬥士學校四周被厚牆環繞,內含四十間格鬥士寢室。雷射掃瞄另顯示,學校牆外據信是那些在訓練中被殺死的格鬥士埋身之處。
Die
Entdeckung von umfangreichen Fundamenten einer antiken
Gladiatorenschule ("Ludus") auf dem Areal des Archäologischen Parks
Carnuntum ist als archäologischer Sensationsfund von internationaler
Bedeutung einzuschätzen.
Computergeneriertes Modell der Gladiatorenschule
Die
Untersuchungen wurden vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Archäologische
Prospektion und Virtuelle Archäologie durchgeführt. Das Gesamtareal der
1700 Jahre alten Anlage umfasst 11.000 Quadratmeter, davon 2.800
Quadratmeter der zentrale Hof, das Wohngebäude 170 Quadratmeter.
Estrichböden sind erhaltenDie
größere Trainingsarena wies einen Durchmesser von 19 Metern auf, eine
beheizbare Trainingshalle 100 Quadratmeter. Die in nur wenigen Stunden
durch modernste Bodenradargeräte erstellten Aufnahmen zeigen Grundrisse
und Grundmauern, die nun auch eine animierte Simulation der einzelnen
Gebäude ermöglichen. Sogar die Estrichböden sind erhalten.
Kurze LebenserwartungLaut
Franz Humer, wissenschaftlicher Leiter des Archäologischen Parks, gehen
fündige Messtiefen bis zu zwei Meter in den Untergrund. Verfeinerte
Aussagen werden durch weitere Oberflächensurveys möglich sein. "Das ist
sicherlich nicht die letzte Entdeckung, die wir hier in Carnuntum in den
nächsten Monaten und Jahren zu bieten haben werden.", so Humer. Die
Ausbildungs- und Wohnstätte war vermutlich mit 40 bis 60 Gladiatoren
belegt. Erfolgreiche Kämpfer konnten zu regelrechten Superstars
aufsteigen. Allerdings, so Neubauer vom Ludwig-Boltzmann-Institut: "Die
Lebenserwartung überdauerte meist nur vier, fünf Kämpfe."
Funde vorerst unter Erde belassenLandeshauptmann
Pröll erhofft sich nicht zuletzt zusätzliches öffentliches Interesse an
der NÖ Landesausstellung. Neueste Technologie versetze in die Lage,
fündig zu werden ohne Beschädigungsrisiko. Die Funde werden vorerst
unter der Erde belassen, so Pröll, doch soll ein maßstabsgetreues
3D-Modell gestaltet werden.
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